Stripe-Auszahlung (Erlös abzüglich Spesen) – E/A-Rechnung

Wenn du Stripe als Zahlungsdienstleister verwendest, überweist dir Stripe deine Erlöse abzüglich der einbehaltenen Gebühren (Spesen). Am Bankkonto siehst du daher nie den vollen Umsatz, sondern nur den Netto-Betrag nach Abzug der Stripe-Spesen.


Beispiel

Ein Kunde bezahlt über Stripe einen Betrag von 110 €. Stripe behält davon 10 € an Gebühren ein und überweist dir 100 € auf dein Bankkonto.


Vorbereitung: Stripe-Spesenkonto anlegen

Bevor du diese Buchung durchführen kannst, brauchst du ein eigenes Konto für die Stripe-Spesen. Leg dieses als Einnahmenkonto an (nicht als Ausgabenkonto – warum, erklären wir weiter unten). Wie du generell ein neues Buchungskonto anlegst, erfährst du hier: Buchungskonto anlegen.

 

So buchst du den Vorgang

  1. Geh zu Bank und Buchen und klick auf den Bankeingang von 100 €.
    >> Alternativ gehe zu Buchen und klicke auf neue Buchung und gibt die Informationen manuell ein. 
  2. Als Gesamtbetrag ist bereits 100 € eingetragen.
  3. Wähle als Belegkreis Bank und Verrechnungskonto Bank.
  4. Klick bei E/A auf Split.
  5. Trag im Split zwei Zeilen ein:
    110 € am Erlöskonto
    -10 € am Stripe-Spesenkonto

Die Summe der Splitzeilen (110 € − 10 €) ergibt wieder den Gesamtbetrag von 100 €, der tatsächlich am Bankkonto eingegangen ist.



oder manuell über Buchung > Neue Buchung:


Warum das Stripe-Spesenkonto ein Einnahmenkonto ist – und wieso hier ausnahmsweise ein Minus erlaubt ist

Grundsätzlich gilt: Konten dürfen nicht mit einem negativen Vorzeichen bebucht werden – Einnahmen gehören auf Einnahmenkonten (plus), Ausgaben auf Ausgabenkonten (plus).


Bei einer Splitbuchung ist das anders: Hier bildest du einen einzigen wirtschaftlichen Vorgang ab, der sich aus mehreren Teilbeträgen zusammensetzt. Der volle Erlös von 110 € ist die tatsächliche Einnahme aus dem Verkauf – die Stripe-Spesen sind kein separater Vorgang, sondern mindern genau diese eine Einnahme direkt an der Quelle. Deshalb bleibt das Stripe-Spesenkonto ein Einnahmenkonto (es hängt fachlich am Erlös, nicht an den Ausgaben), und das Minus innerhalb der Splitzeile drückt nur aus: "von dieser Einnahme wird ein Teil einbehalten". In Summe ergibt der Split wieder den tatsächlich am Konto eingegangenen Betrag.









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