Erste Schritte / Übersicht
Kleinunternehmerregelung
Wenn du Stripe als Zahlungsdienstleister verwendest, überweist dir Stripe deine Erlöse abzüglich der einbehaltenen Gebühren (Spesen). Am Bankkonto siehst du daher nie den vollen Umsatz, sondern nur den Netto-Betrag nach Abzug der Stripe-Spesen.
Beispiel
Ein Kunde bezahlt über Stripe einen Betrag von 110 €. Stripe behält davon 10 € an Gebühren ein und überweist dir 100 € auf dein Bankkonto.
Vorbereitung: Stripe-Spesenkonto anlegen
Bevor du diese Buchung durchführen kannst, brauchst du ein eigenes Konto für die Stripe-Spesen. Leg dieses als Einnahmenkonto an (nicht als Ausgabenkonto – warum, erklären wir weiter unten). Wie du generell ein neues Buchungskonto anlegst, erfährst du hier: Buchungskonto anlegen.
So buchst du den Vorgang
Die Summe der Splitzeilen (110 € − 10 €) ergibt wieder den Gesamtbetrag von 100 €, der tatsächlich am Bankkonto eingegangen ist.

oder manuell über Buchung > Neue Buchung:


Warum das Stripe-Spesenkonto ein Einnahmenkonto ist – und wieso hier ausnahmsweise ein Minus erlaubt ist
Grundsätzlich gilt: Konten dürfen nicht mit einem negativen Vorzeichen bebucht werden – Einnahmen gehören auf Einnahmenkonten (plus), Ausgaben auf Ausgabenkonten (plus).
Bei einer Splitbuchung ist das anders: Hier bildest du einen einzigen wirtschaftlichen Vorgang ab, der sich aus mehreren Teilbeträgen zusammensetzt. Der volle Erlös von 110 € ist die tatsächliche Einnahme aus dem Verkauf – die Stripe-Spesen sind kein separater Vorgang, sondern mindern genau diese eine Einnahme direkt an der Quelle. Deshalb bleibt das Stripe-Spesenkonto ein Einnahmenkonto (es hängt fachlich am Erlös, nicht an den Ausgaben), und das Minus innerhalb der Splitzeile drückt nur aus: "von dieser Einnahme wird ein Teil einbehalten". In Summe ergibt der Split wieder den tatsächlich am Konto eingegangenen Betrag.
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